Gemeinde Niederthalheim, Oberösterreich

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Geschichte der Gemeinde Niederthalheim

entnommen aus der Festschrift anlässlich der Gemeindehauseinweihung im Jahr 1985

An Römerstraße gelegen

Münzen gefunden

Die Baiern kamen

Die Entstehung der Ortsnamen

Erste urkundliche Erwähnung

Mächtige Adelsgeschlechter

Die Zeit der Bauernkriege

Im 16. Jahrhundert zerbricht dann endgültig das gute Verhältnis zwischen Grundherren und Grundholden. Die Herren versuchen, das Äußerste aus ihren Untertanen herauszupressen. Die Grundherrschaft wurde zu einer Wirtschaftsherrschaft und beherrschte monopolartig den Binnenmarkt. Die Naturalwirtschaft wurde zur Geldwirtschaft, der Patriarchalismus wandelte sich zu einer frühkapitalistischen Erwerbs- und Handelswirtschaft.

Aber die Bauern setzten sich zur Wehr. Sie ließen sich nicht mehr gefallen, dass alte Rechtsverträge und Erbbriefe von den Grundherren oft willkürlich geändert wurden (auch geistliche Grundherren waren hier oft nicht besser). Dazu kamen religiöse Streitigkeiten durch die Reformationsbewegungen. Auch in Niederthalheim dürften zeitweise evangelische Prediger mitgewirkt haben.

Nach einer alten Chronik soll zu Luthers Umsturzzeit von evangelischen Fanatikern sogar der katholische Niederthalheimer Pfarrvikar vertrieben worden sein.

Das 16. und 17. Jahrhundert ist geprägt von Bauernaufständen. 1525/26 kam es zu schweren Kämpfen, die letztlich den Bauern gar nichts brachten. Die Unterjochung wurde nur noch größer. in Oberösterreich bricht der Bauernkrieg dann 1625 aus, nach dem beim Frankenburger Würfelspiel der bairische Statthalter Adam von Herberstorff 36 angesehene Bauern auf dem Haushamer Feld um ihr Leben würfeln lassen hatte. Die Bauern hatten zuvor gegen die Einsetzung eines katholischen Pfarrers in Frankenburg protestiert, 16 Anführer wurden dann nach dem Würfelspiel gehängt. 1626 gibt es heftige Kämpfe, die das Jahr über andauern. Nachdem die Bauern am 9. November 1626 entschieden geschlagen worden waren, treten sie den Rückzug an. Weitere Gefechte, u.a. auch in Wolfsegg (wobei auch Niederthalheimer Bauern mitgekämpft haben dürften) besiegelten die endgültige Niederlage.

Erste Grenzbeschreibungen Nach dem 30jährigen Krieg (1648) wurde die evangelische Bevölkerung wieder aus unserem Gebiet vertrieben. Eine interessante Beschreibung eines Teils von Niederthalheim um 1660 findet sich in einem Urbar (Güter- und Abgabenverzeichnis) der Herrschaft Starhemberg, (Eferding) zu der auch einige Häuser im Ort gehört hatten: Die Starhembergische Landgerichtsgrenze ging demnach über "die Kaitinger Gründ schnurrgrad abwerts dem Paurn (Bauern) zu Kaiting, der Weinzierl genannt, mitten durch das Haus. Von dannen nach einem Graben und Weg in Roithfeld ... Vom gedachten Roithfeld (yber die Felder abwerts) schnurgerad gen Imbling (Iming) in den Fuerthbach, welcher beede Landgerichter bis ain Puechhambische Landgerichtsseulen, so bey ainem Pründl negst bedentem Fuerthbach stehet, schaiden thuet. Von solchen Fuethpach in ain Wiesen hinauf und den geraden Weg über das Feld, volgents an ain Plosse bey ainem Holz, und alsdann gehets durchs Holz auf einen Gangsteig, nach selbigem fort bis zu ainem Hag, allwo zu End dessen ein Puechhaimbische Marchseulen stehet, volgents abwerts auf ain Straßen und auf selbiger fort in ain Wegschaid negst bey ainem Holz, das Rambkhor genant, unweit von Pernersdorf, da die drey Landgerichter Starhemberg, Puechhaimb und Wartenburg zusamben stoßen ...

Von daselben gehet es neben dem Wartenburgischen Landgericht dem Graben und Hag nach gegen Albertshamb zue zwischen zwaien Heusin (deren das aine rechte Hand in Starhemberg, das zur linken Hand aber im Wartenburgischen Landgericht ligt) hindurch zu ainem gleich oberhalb des im Wartenburgischen ligenden Heusls gesetzten Marchstain. Von diesem gehet es gleich linke Hand übers Feld hinauf zu einem Pergrain, welcher die Pernerstorfer und Albertshamber Gründ und zugleich beede Landgerichter schaidet".

Auch ein Auszug aus dem Urbar der Landgerichtsgrenzen der Herrschaft Puchheim (Puechhaimb) aus dem selben Jahr 1660 ist aufschlußreich: "Von Oberndorf auf Niderholtzhamb, davon dem gerichteten Fahrtweg nach auf Thalhaimb gerad hinauf auf den Ebersberg, von dannen ans Ramkharr, allda die letzte Seul stehet, welche das Wartenburgische, Puechhaimbische und Starhembergische Landgericht schaidet ..."

Mühle in Öldenberg

Pfarrhof errichtet

Erste Registrierung der Häuser

Körnerertrag 1785

Unter Napoleon

Orgel zertrümmert

Bauern wurden frei

Kneipp-Kuranstalt

42 Opfer des Krieges

Amtshaus errichtet

Hund als Retter

Schlittenrennen

Bürgermeister verhaftet

Glocken eingeschmolzen

1200 Flüchtlinge

Ernte vernichtet

Die Gemeinde nach 1945

Personen

Gemeinde Niederthalheim, Tel: (07673) 70 55, gemeinde@niederthalheim.ooe.gv.at | Startseite | nach oben | Impressum